Längsschnittdaten aus der Studie über Gesundheit und Ruhestand (Health and Retirement Study)
Receptive and participatory arts engagement and healthy aging: Longitudinal evidence from the Health and Retirement Study
Künstlerische Betätigung korreliert mit einer längeren Lebenserwartung, aber es ist unklar, ob sie auch mit einer Verlängerung der Zeit in Zusammenhang steht, in der ein Mensch gesund bleibt. Die Studie umfasste 1269 ältere Erwachsene aus der Health and Retirement Study (HRS), einer Längsschnittstudie von Personen im Alter von 50 Jahren und älter in den Vereinigten Staaten. Untersucht wurde die Anzahl der ausgeübten partizipatorischen künstlerischen Aktivitäten (z. B. Basteln, Tanzen) und die Häufigkeit der rezeptiven künstlerischen Betätigung (z. B. Besuch einer Galerie oder einer Aufführung) über einen Zeitraum von einem Jahr. Die Ausübung rezeptiver künstlerischer Aktivitäten einmal oder mehrmals pro Monat korrelierte mit einer höheren Wahrscheinlichkeit (um 84 %), im Alter zwei Jahre länger gesund zu bleiben als diejenigen, die sich nie an solchen Aktivitäten beteiligten. Es wurden auch schwache Hinweise darauf gefunden, dass diese Korrelation im zeitlichen Verlauf bestehen bleibt. Wie auch schon in früheren Studien, die nahelegen, dass rezeptives künstlerisches Engagement mit einer längeren Lebenserwartung korreliert, deuten die auch die Ergeb nisse dieser Studie darauf hin, dass rezeptives künstlerisches Engagement zudem mit einer besseren Allgemeingesundheit und Allgemeinbefinden bei den Überlebenden einhergeht.