Kultur und Gesundheit

Kulturelle Beteiligung und Verhinderung der Entwicklung von Demenz

Cultural engagement and cognitive reserve: museum attendance and dementia incidence over a 10-year period

Theorien über kognitive Reserven und Stress legen nahe, dass geistig anregende, angenehme und sozial interaktive Aktivitäten vor der Entwicklung von Demenz schützen können. Anhand von Daten der English Longitudinal Study of Aging zeigt diese Studie, dass Erwachsene ab einem Alter von 50 Jahren, die - über einen Zeitraum von 10 Jahren - mehrmals innerhalb weniger Monate oder mehr Museen besuchen, eine geringere Häufigkeit von Demenzerkrankungen aufweisen als diejenigen, die diese seltener besuchen. Dieser Zusammenhang ist unabhängig von demografischen Daten, dem sozioökonomischen Status, krankheitsbezogenen Variablen wie sensorischen Beeinträchtigungen, Depressionen, vaskulären Beschwerden und anderen Formen des gesellschaftlichen Engagements. Daraus folgt, dass Museumsbesuche eine vielversprechende psychosoziale Aktivität zur Unterstützung der Prävention von Demenzerkrankungen sein können.